Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.

mio01-2013> Zukunftsangst

Angst lähmt und behindert, wenn es eigentlich vorangehen kann

Zukunftsangst lähmt und macht handlungsunfähig. Täglich wird in den Medien die Angst geschürt, dass alles schlechter wird. Die Börsenkurse sinken, der Euro hält sowieso nicht mehr lange, die Deutsche Wirtschaft hat keine Perspektive, da wir keinen Nachwuchs haben und auch noch die schlechtesten Bildungschancen. Interessanterweise haben wir – allen Hiobsbotschaften zum Trotz – am Jahresende doch immer wieder ein Wirtschaftswachstum, auch wenn es manchmal nur moderat ist.

Natürlich müssen wir nachhaltig wirtschaften, aber wie auch »Die Zeit« schreibt ziehen noch keine Eisbären in der Uckermark ein, somit sollten wir den erneuerbaren Energien noch eine Chance für einen Wechsel geben. Wenn wir es nicht tun, wer dann? Wundersamerweise haben wir sogar weniger Arbeitslose als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie kann das eigentlich sein?

Mit dem Begriff »German Angst« wird unser Charakter gerne im angelsächsischen Sprachraum dargestellt. Eine gesellschaftliche und politische, kollektive Verhaltensweise, die uns Deutschen nachgesagt wird. Ist das gerecht? Ganz im Gegenteil zu dieser Angst, scheint bei uns in Ostbayern eher eine positive Sicht auf die Zukunft vorzuherrschen, denn sonst würden nicht so viele Untenehmen in diesen Standort investieren.

BMW ist ein gutes Beispiel für ein Vertrauen in unsere regionale Zukunft. Das Unternehmen investiert, laut Pressemeldungen, bis 2015 fast 500 Millionen Euro. Der Mittelbayerische Verlag investiert Millionen sowohl in ein neues Druckzentrum als auch in ein neues Medienzentrum. Doch nicht nur in Regensburg Stadt auch in ganz Ostbayern investieren die Unternehmen in unseren Standort. Gerade hat die Mühlbauer AG nicht etwa in Niedriglohnländern neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern baut weiter den Standort in Roding aus. Würde man solche Investitionen tätigen, wenn man Angst davor hätte, dass wir als Standort keine Zukunft hätten?

Frei nach Saint-Exupéry ist es doch vielmehr die deutsche Tugend etwas anzupacken, die uns auszeichnet, eben die Zukunft möglich machen. Das Tun, das Agieren und das Umsetzen, sind uns als Volk doch auch eigen. Schade, dass das weniger wahrgenommen wird als die scheinbare Ängstlichkeit. Vielen unserer europäischen Nachbarn war es lange Zeit ein Rätsel, wie wir als Deutsche so wohlhabend und zugleich so unglücklich sein konnten. Das heißt, wir müssen lernen uns auch über die Erfolge zu freuen und nicht nur die Missstände täglich anzusprechen.

In der Werbebranche kommt das Thema Angst selten vor. Manchmal, wenn es um Sicherheitsmaßnahmen geht, welche vor Einbruch schützen sollen oder bei Non-Profit Themen, wie das Anlegen von Sicherheitsgurten oder Abstand halten auf der Autobahn. Ansonsten haben wir es mit den positiven Zukunfts-Visionen der Unternehmen zu tun, da eine Werbekampagne, eine neue Ausstattung für den Point of Sale oder ein neuer Online-Shop immer eine Investition in die Zukunft ist. Das heißt, die Kunden machen ihre Zukunft möglich. Sie hoffen nicht nur auf bessere Zeiten, sie packen den Stier bei den Hörnern und zeigen es dem Wettbewerb.

Dazu gehört vielmehr Lust, Freude und Mut. Die Freude auf den neuen Firmenauftritt, auf die neuen Anzeigen oder auf die neue Homepage verdrängt die Angst auf die hinteren Plätze. Heißt das etwa, dass wir undeutsch sind? Auf jeden Fall mal süddeutsch.


Empfehlen Sie uns weiter

© 2019 mio-magazin.de ist eine Website des Marketing Clubs Regensburg e.V.