Hier Shoppen hilft beim Helfen

mio02-2013> Oxfam

Nichts wird weggeworfen: Das ist Teil des Nachhaltigkeitskonzepts bei Oxfam!

Eigentlich sieht er aus wie eine ganz normale Boutique – nur die Infotafel am Eingang und die Bilder von Spendenprojekten an den Wänden geben auf den ersten Blick Hinweise darauf, dass es mit dem Regensburger Oxfam Shop in der Maximilianstraße 12 etwas Besonderes auf sich hat. Wo die Waren in den Regalen herkommen, wohin der Erlös fließt, und was eigentlich die Idee hinter diesem Geschäft ist, erklärt uns Oxfam-Mitarbeiterin Stefanie Hildebrandt im Interview.

Frau Hildebrandt, einmal kurz und knapp: Wie funktioniert ein Oxfam Shop? Und was findet man alles in den Regalen?

Wir sind ein Second-Hand-Laden, der Sachspenden von Privatpersonen weiterverkauft. Mit dem Erlös unterstützen wir die weltweiten Entwicklungshilfe- Projekte der Hilfsorganisation Oxfam, deren Aktivitäten mittlerweile bereits zu einem Drittel durch die Shops finanziert werden.

Unser Sortiment umfasst vor allem Damen- und Herrenbekleidung, Bücher und andere Medienartikel. In unserem „Dies & Das“-Bereich findet man außerdem hübsche Kleinigkeiten wie Schmuck oder Glas- und Porzellanfiguren. Jeder gespendete Artikel erhält einen individuellen Verkaufspreis, je nach Qualität und Zustand, da wir auch preislich auf Fairness achten.

Seit eineinhalb Jahren hat der Oxfam Shop Regensburg nun schon seinen festen Platz in der Maximilianstraße. Welche Zwischenbilanz würden Sie ziehen? Nehmen die Regensburger das Konzept an?

Mittlerweile ist ein deutlicher Aufschwung zu erkennen, sowohl bei den Spenden als auch bei der Kundenfrequenz. Das führt soweit, dass unser Warenkreislauf mittlerweile autonom funktioniert. Insgesamt kommen wir bei den Regensburgern gut an, gerade die Spendenbereitschaft übertrifft unsere Erwartungen. Natürlich hätten wir aber nichts dagegen, durch höhere Nachfrage noch ein Stück bekannter zu werden – da Oxfam die Ausgaben für konventionelle Werbung niedrig hält, sind es gerade die Shops, die der Organisation ein Gesicht geben.

A propos Nachfrage – verkaufen sich manche Waren besonders gut? Gibt’s Ladenhüter?

Was eigentlich immer geht, sind Bücher und Medienartikel. Besonders beliebt sind auch Handtaschen, die sind normalerweise sofort weg, kaum dass sie im Geschäft liegen. In dem Bereich wären neue Spenden daher natürlich immer besonders willkommen.

Wirkliche Ladenhüter haben wir nicht, das liegt aber auch daran, dass wir nichtverkaufte Waren nach drei Wochen aussortieren und anderen Spendenprojekten zukommen lassen. Das ist auch Teil unseres Nachhaltigkeitskonzepts: Nichts wird weggeworfen.

Bei Kleidung ist es mittlerweile so, dass wir wegen unseres kleinen Lagers leider nur noch Artikel aus der aktuellen Saison annehmen können, also im Winter nur Winterkleidung und so weiter.

Was würden Sie sich für den Shop wünschen? Was ist noch verbesserungsfähig?

Mit dem Umfang der Spenden sind wir eigentlich zufrieden. Besonders freuen würden wir uns aber über ein paar zusätzliche ehrenamtliche Mitarbeiter. Momentan unterstützen uns etwa 30 Helferinnen und Helfer beim Betreiben des Shops, etwa beim Sortieren im Lager, beim Auspreisen der Ware oder im Laden an der Kasse. Wer uns ebenfalls für ein paar Stunden in der Woche unterstützen möchte, sei hiermit herzlich eingeladen!


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