Ludwig3 im Interview

mio02-2013> Ludwig3

Der Concept Store Ludwig3, der sich „Fair Trade Green“ auf die Fahnen geschrieben hat, ist im Herzen der wunderschönen Altstadt Regensburgs zu Hause.

Die Welt ist in einem Wandel hin zu nachhaltigen Werten. Ein Geschäft, das dieses ökologische und soziale Bewusstsein zu seinem Konzept gemacht hat, ist im Herzen der Regensburger Altstadt zu Hause: Bei Ludwig3, einem modernen Concept Store, lautet das Motto „Du musst nicht grün aussehen, um grün zu sein“.

Das Angebot reicht vom einfachen T-Shirt bis zu feinstem Cashmerestrick, von Jeans in allen Größen und Waschungen, Schuhen und passenden Accessoires über ein ausgewähltes Sortiment an Kosmetik, Lifestyle, Büchern, Papier- und Schreibwaren bis zu erlesenen Spirituosen, feinen Schokoladen, Müsli, Kaffee und vielem mehr – alles ökologisch und sozialverträglich produziert und verarbeitet. Geführt wird der ambitionierte Concept Store von der Regensburgerin Michaela Gielgen, die uns gerne einige Fragen beantwortet hat.

MIO: Frau Gielgen, seit 2009 sind Sie Inhaberin des „FAIR TRADE green“ Concept Store Ludwig3. Woher kam die Idee zu einem solchen Geschäftskonzept?

Michaela Gielgen: In einer Zeit, in der Klima, Werte und Nachhaltigkeit allumfassend wichtige Themen sind, waren wir auf der Suche nach einem neuen Geschäftsmodell, und so lag es für uns nahe, ein Konzept zu entwickeln, das dieser Bewegung gerecht wird. Da der Markt erstaunlicherweise eine große Produktvielfalt angeboten hat, haben wir uns für das Modell Concept Store entschieden. Immer mehr Konsumenten hinterfragen, woher die Ware kommt und was dahinter steckt. Unser Organic Concept Store gibt den Kunden genau diese Antwort und holt sie in ihrer Welt ab. Organic Labels stehen heute in Qualität und Designanspruch den herkömmlichen Labels in nichts nach.

Ein Concept Store ist völlig anders strukturiert als ein klassisches Einzelhandelsgeschäft – wie setzt sich das Sortiment von Ludwig3 zusammen?

Wir haben 75 % Fashionanteil mit Herren- und Damenoberbekleidung, ein Teil davon (z.B. der integrierte Jeans Shop) ist saisonunabängig. Dazu führen wir ein preisgünstiges, aber cooles T-Shirt-Programm, ein anspruchsvolles Sortiment von modischen Schals und eine umfangreiche Basic-Ausstattung der kultigen Freitag- Taschen. Das Concept-Store-Sortiment ist mit 25 % verteilt auf Food & Drinks, Naturkosmetik, Bücher, Papeterie, Wohnen, Lifestyle, Accessoires und Schuhe.

Ist Ihr Anspruch, modisch und trendorientiert eine nachhaltige Lebenswelt auf die Verkaufsfläche zu bringen, schon einmal mit Problemen z.B. bei der Produktbeschaffung kollidiert?

Probleme gab es nie. Das Angebot, sowohl im Fashionbereich als auch bei der Concept-Ware, wird immer größer. Wir kaufen unser Sortiment überwiegend im europäischen Raum. Lifestyle- Produkte kommen größtenteils aus Großbritannien und den USA und sind daher eher schwierig zu beschaffen. Hier könnte die Auswahl besser sein. Ich hoffe, dass sich da noch etwas ändert.

Gab es bisher Überraschungen bei der Nachfrage?

Positiv überrascht hat uns der Erfolg unserer organic Jeans. Unsere Auswahl ist überdurchschnittlich, was Größen und Waschungen betrifft. Gerade bei Jeans sind die Menschen normalerweise sehr markenaffin, aber wir haben es in kurzer Zeit geschafft, auch aus eher unbekannten Labels für jeden Kunden eine Lieblingsjeans im Geschäft zu haben.


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