Online-Marketing

mio01-2015> Veranstaltungsrückblick

Der Milliardenmarkt heute und morgen

Das Internet gibt es – so, wie wir es kennen – erst seit 1995, als sich das World Wide Web vom reinen Wissenschaftsnetz zur kommerziellen Plattform wandelte. Acht Jahre später machten Bestellungen über das Internet 13 Prozent des Versandhandels aus, 2013 waren es bereits 77 Prozent. Höchste Zeit also, zu handeln! Für gezieltes Marketing ist es unumgänglich, sich mit dem werberelevanten Medium zu beschäftigen: Was sind meine Möglichkeiten? Was kann das Medium besser als andere? Und: Wie passe ich mein Marketing ideal an das Medium an? Beim Treffen des Marketing Clubs im Regensburger „Parkside“ präsentierte Thomas Hörner die vielschichtige Thematik des modernen Online Marketings für Unternehmen.

Das Internet bietet Chancen, potentielle Kunden gezielt anzusprechen. Für genau festgelegte Suchanfragen bei Google kann eine Anzeige platziert werden, für die man erst zahlt, wenn ein Interessent dem Link folgt. Mehr Zielgruppe geht nicht. Via Facebook können Anzeigen genau auf Personen(-Gruppen) zugeschnitten werden.

Dabei spielen nicht nur Alter, Familienstand oder Interessen eine Rolle, sondern auch, ob zum Beispiel in jüngster Vergangenheit ein Urlaub stattgefunden hat. Das Internet wertet jede Aktivität aus, Live-Content durch Verhaltensanalyse. Sie haben nach grünen Sommerschuhen gesucht und sie nicht gekauft? Facebook bietet Ihnen blaue an.

Zu Zeiten des reinen Offline Marketings konnten nur wenige Anzeigen für eine große Gruppe an Rezipienten verbreitet werden. Mehr gibt eine Litfaßsäule eben nicht her. Das Online Marketing dreht diese Schichtung um: Jetzt existieren extrem viele Anzeigen für spezifisch ausgewählte Gruppen. Denn kein Produkt kann und will jeden ansprechen. Darüber hinaus wird das Nutzungsverhalten ausgewertet und täglich optimiert, um gezieltes Marketing zu verfeinern. Abhängig von Saison, Kaufverhalten oder Buchungslage wird auch der Preis angepasst. Sie haben schon des Öfteren nach Mallorca-Urlauben gesucht? Gut möglich, dass der Preis steigt.

Spätestens seitdem in den letzten Jahren die Hälfte aller Google-Anfragen von Smartphones und Tablets ausgingen, kann sich ein erfolgsorientiertes Unternehmen der digitalen Revolution nicht mehr verschließen. Eine Homepage muss mittlerweile über eine mobile Ansicht für kleinere Geräte verfügen. Das Smartphone ist laut Hörner der „Butler des Kunden für jede Lebenslage“. Dank der vielen Suchanfragen kann ein Unternehmen sich geschickt platzieren, um im richtigen Moment Rechtsbeistand, Handwerker oder Hausarzt zu sein und somit den Alltag zu erleichtern. 

Und wie geht es weiter? Die Technik wird immer mehr in unser Leben eingreifen. Mit „Augmented Reality Marketing“ kann das Internet auf die reale Welt reagieren, so gibt zum Beispiel das auf den Automotor gerichtete iPad Anweisungen. Auch Schokoladenmogul Lindt kam auf gute Ideen und versteckte zu Ostern eine Million virtueller Goldhasen in der Schweiz, die nur via Smartphone gefunden werden konnten. Beim Online-Brillenshop Mister Spex kann man mithilfe seiner Webcam Brillen anprobieren. Virtuell und doch real – das ist perfektes Marketing.

Unternehmen stehen in der Pflicht, ihre Werbemaßnahmen einzuschätzen und zu überdenken, was die werberelevanten Medien hergeben. Einen Tipp gab Hörner zum Abschluss noch: Wer sich bisher nicht bei Google Business eingetragen hat, sollte das nachholen. Geschäftsdaten und Öffnungszeiten sind unabdingbar für diejenigen, die sich schnell informieren möchten. Und das sind in Zeiten des mobilen Internets potentiell alle. 


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