Der Zukunft zugewandt

mio01-2013> Zukunft Bildung

Zielgruppengerechte Kommunikation für die Wissens- und Bildungskooperation „Treffpunkt Bildung“.

Lernen im Lebenslauf gehört zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland. Im Zuge schnelllebiger Entwicklungen, rückläufiger Geburtenraten und befürchteten Fachkräftemangels wird es in Zukunft entscheidend sein, dieser Herausforderung zu begegnen. Die Verwirklichung des lebenslangen Lernens betrifft dabei alle Bildungsbereiche. Um die Bildungsbeteiligung zu erhöhen, müssen die Möglichkeiten im gesamten Lebenslauf verbessert werden, in dem neue Anreize geschaffen und bestehende Hindernisse beseitigt werden.

Durchlässigkeit und Verzahnung der Bildungsbereiche ermöglichen

Die Voraussetzungen für die Bildungsbereitschaft werden wesentlich durch die Motivation und die Befähigung zum selbstständigen Lernen, frühkindliche Bildung und ein modernes durchlässiges dreigliedriges Schulsystem erreicht. Alle Kinder sollen die gleichen Chancen haben, sich frei zu entfalten – unabhängig ihres gesellschaftlichen Status. Der Schulabschluss ist die Grundlage für jede Bildungsgraphie.

Lebenslanges Lernen in allen Lebensphasen

Gleichzeitig muss Lernen auch für Menschen in den spät und nachberuflichen Phasen attraktiv bleiben. Zum einen zur Wissens- und Kompetenzvermittlung und zum anderen zur Teilhabe und Wertschätzung. Arbeitsgruppen und Initiativen von öffentlichen oder kommunalen Einrichtungen wie Bildungscampus, Bildungscenter oder „Treffpunkt Bildung“ bieten bereits ein übergreifendes Angebot für Bildung, Kultur, Information und Medien für Zielgruppen in allen Lebensphasen und Lebensbereichen. Von Kindesbeinen bis zum Seniorenalter.

Bildungsmarketing ist ein Zukunftsmarkt

Der Bildungsbereich ist in Bewegung. Für Bildungseinrichtungen und Schulen werden Marketing und Öffentlichkeitsarbeit immer wichtiger. Zwischen den Schulen wächst der Wettbewerb durch sinkende Schülerzahlen bei gleichzeitigem Anstieg freier Schulen und Bildungseinrichtungen auf dem Markt. Hinzu kommen zunehmend Instrumente der „Neuen Steuerung“, wie zum Beispiel die Aufhebung der Schuleinzugsgebiete. Schulen werden ihre Zukunft sichern, indem sie alle Entscheidungen auf die Schülergewinnung ausrichten. Dabei müssen sie ihre Profile entsprechend einer spezifischen Zielgruppe differenzieren und Nischen belegen. Eine weitere Annahme ist, dass sich Schulen innerhalb eines regionalen Schulmarktes immer ähnlicher werden, so beispielsweise durch die Nachahmung erfolgreicher Schulkonzepte.

Marketing mit Fingerspitzengefühl

Guter Unterricht, Ganztagsbetreuung und ein vielseitiges Schulleben allein sind nicht mehr entscheidend für eine Profilierung einer Schule und Bildungseinrichtung. Die Bildungsmarke bzw. die Schulmarke muss sich in Abgrenzung zum Wettbewerb positionieren, damit die Leistungsdimension besser wahrgenommen werden kann und neue Potenziale erschlossen werden können. Jede Schule hat ein eigenes Profil und das darf und soll sie auch zeigen. Gefragt ist Informationsmarketing, Marketing mit Fingerspitzengefühl.

Ermittlung der Markentreiber am Entscheidungstrichter

Mit Hilfe einer qualitativen Befragung kann die Relevanz der Aspekte ermittelt werden, die aus Sicht der Probanden eine gute Schule respektive Bildungseinrichtung auszeichnen. Diese Aspekte sind wichtige Marken-Elemente und werden als „Markentreiber“ bezeichnet. Umso wichtiger der Markentreiber, umso entscheidender ist er bei der Präferenz einer Schule oder einer entsprechenden Bildungseinrichtung.

Die Schulwebseite – digitale Alleskönner

Für Eltern und Schüler ist die Schulwebsite erste Referenz und digitale Visitenkarte. Für die Schule ist die Homepage ein Mittel zur Außendarstellung und Öffentlichkeitsarbeit. Hier werden individuelle Leistungsvorteile und Positionierungs-Schwerpunkte kommuniziert. Für die Schulleitung, Schüler und Eltern zählen aber auch möglichst einfache Bedienung und intuitive Pflegbarkeit der Website. Die technische Voraussetzung dazu ist ein anwenderfreundliches und nutzerfreundlich eingerichtetes Content-Management-System (CMS).

Bildungsmarketing verändert sich. Hinsichtlich des wachsenden Angebots der Bildungseinrichtungen wird die professionelle Vermarktung von Leistungen für Bildungsanbieter von immer größerer Bedeutung. Ebenso wie die Vernetzung einzelner Bildungsorganisationen untereinander, die beispielsweise in dem Projekt „Treffpunkt Bildung“ ganz deutlich zum Ausdruck kommt. Bibliotheken und Volkshochschulen machen hier gemeinsam über alle Alters- und Bevölkerungsgruppen hinweg Bildung, Medien, Information und Kultur zugänglich, vermitteln Wissen und fördern die Freude am Lesen und Lernen.

Aber auch Schulen und Lehrer müssen zukünftig moderne Wege beschreiten, um die „neue“ Lebenswelt der Schüler und die Informationsbedürfnisse der Eltern besser verstehen zu können. Die Verankerung der Arbeit mit dem Internet und dem Umgang mit Social Media in den Lehrplänen bleibt dabei eine der wichtigsten Initiativen.


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