So schmeckt Schokolade fair

mio02-2013> Ritter sport

Schutz der Umwelt und faire Arbeitsbedingungen – seit 1990 unterstützt Ritter Sport nicaraguanische Kleinbauern beim nachhaltigen Anbau von Kakao.

Der Schokoladenriese Ritter Sport geht seit diesem Jahr einen ungewöhnlichen Weg bei der Deckung seines Kakaobedarfs und setzt damit ein Zeichen für umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften.

Im Osten von Nicaragua hat das Familienunternehmen im April 2013 rund 2.000 Hektar Land erworben und steigt damit selbst in den nachhaltigen Anbau von Kakao ein.

Ritter Sport verfolgt damit ein ebenso klares wie ambitioniertes Ziel: Ökologisch und sozial nachhaltig angebauten Kakao für die 2,5 Millionen Tafeln Schokolade, die das Unternehmen täglich im schwäbischen Waldenbuch produziert. Insgesamt investiert Ritter Sport rund 5 Millionen Euro in das Anbaugebiet „El Cacao“.

„Faire Arbeitsbedingungen und der Schutz der Umwelt gehören zu den zentralen Werten unserer 100-jährigen Unternehmensphilosophie“, erklärt Alfred T. Ritter, Inhaber von Ritter Sport. „Deshalb haben wir uns zu diesem, für einen Schokoladeproduzenten zugegebenermaßen ungewöhnlichen Schritt entschieden.“

Bereits seit 1990 unterstützt Ritter Sport nicaraguanische Kleinbauern beim nachhaltigen Anbau von Kakao. Bei dem nun erworbenen Land handelt es sich um ehemals als Weidefläche genutztes Brachland. Der Einsatz verschiedener standortgerechter Nutzpflanzen gewährleistet eine mehrstufige Bodenbedeckung, die Erosion, Austrocknung und Nährstoffverlust verhindert. Die Bewirtschaftung der Anbauflächen folgt den Prinzipien der integrierten Landwirtschaft, zu denen zum Beispiel Energieeffizienz, die Vermeidung klimarelevanter Emissionen, nachhaltige Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität zählen.

Neben ökologischen Aspekten sind vor allem soziale Fragen im Kakaoanbau der zentrale Beweggrund für Ritter Sport, hier selbst aktiv zu werden. In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Gesundheitsträgern wird an einer ärztlichen Versorgung der Mitarbeiter vor Ort gearbeitet. Hohe Sicherheitsstandards, die weit über die geltenden Vorschriften hinausgehen, dienen dem Schutz der Arbeiter. „Für uns ist darüber hinaus aber vor allem ein fairer Lohn wichtig“, erklärt Manfred Günkel, Geschäftsführer von Ritter Sport Nicaragua. Deshalb zahlt Ritter Sport seinen Mitarbeitern in Nicaragua zum gesetzlichen Mindestlohn einen Aufschlag von fast 30 Prozent. Hinzu kommen nicht-monetäre Leistungen wie ärztliche Versorgung oder Weiterbildungsangebote.


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